Humboldt Forum
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© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, digitale Reproduktion: Jester Blank GbR
Nandi

2018 M10 26 19:30

Humboldt Forum Highlights

Prozessionen – Pilger – Paraden

@ Pergamonmuseum

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich

auf Deutsch und Englisch (übersetzt zu Deutsch und Englisch)

Der Buckelstier Nandi ist aktuell zu Gast im Pergamonmuseum und wird dereinst im Humboldt Forum zu sehen sein. Ausgehend von diesem Prozessionsreittier des Gottes Shiva sprechen ausgewiesene Expertinnen und Experten über die Bewegung von Menschen und Göttern in der babylonischen Prozessionsstraße des Pergamonmuseums.

Gehen, fahren, marschieren

Prozessionen, Pilgerreisen und Paraden vereinen Menschen mit höchst unterschiedlichen Zielen: Die Konzentration stärken, mit Göttern und anderen Menschen in Kontakt treten oder die Kraft einer Gruppe demonstrieren. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Objekte, die Menschen dabei mit sich führen. In hinduistischen Prozessionen beispielweise dienen sogenannte Nandis, aus Holz oder Metall gefertigte, oft prachtvoll geschmückte Prozessionsstiere, als Beförderungsmittel für die Bildnisse des Gottes Shiva.

Vorbote des Humboldt Forums

Ein solcher Nandi wird die Veranstaltungsteilnehmenden am 26. Oktober abends im Pergamonmuseum als Vorbote der Dauerausstellung des Museums für Asiatische Kunst im Humboldt Forum begrüßen. Dem Prozessionsstier werden die Besucherinnen und Besucher gleich zu Veranstaltungsbeginn die Ehre erweisen können. Nach einer Begrüßung von Lutz Martin, Kommissarischer Direktor des Vorderasiatischen Museums, Staatliche Museen zu Berlin, werden Sie in einer Performance der Künstlerin katrinem in der babylonischen Prozessionsstraße gemeinsam an ihm vorbeischreiten und den Klang der Museumshalle und den Hall der Objekte auf sich wirken lassen.

Nandi

Drei Gespräche

Darauf ist der Nandi auch gleich das Thema des ersten Gesprächs. An seinem Beispiel sprechen Vilwanathan Krishnamurty, Vizepräsident des Sri Ganesha Hindu Tempels e.V. und Brigitte Luchesi, Religionswissenschaftlerin und Ethnologin darüber, wie Menschen im Hinduismus heute mit den Göttern Kontakt aufnehmen. Über Museen als neue Pilgerstätten und damit als Begegnungsstätten von Menschen sprechen dann Sharon MacDonald, Sozialanthropologin an Humboldt-Universität zu Berlin, und George Abungu, ehemaliger Direktor des National Museums of Kenya. Das dritte Gespräch schließlich geht der Frage nach, welche Bedeutung die Wahl der Kulissen von Paraden und Demonstrationen für deren nachhaltige Wirkung hat. Darüber sprechen Alfred Hagemann, Leiter des Bereichs Geschichte des Ortes und Daniel Morat, Co-Kurator der Berlin Ausstellung im Humboldt Forum.

Vor Veranstaltungsbeginn und zum informellen Ausklang werden Getränke und Snacks von der Firma eßkultur zum gewohnt günstigen Preis angeboten.

Aufgrund einer technischen Störung ist der Aufzug im Pergamonmuseum leider außer Betrieb. Wir bedauern, dass wir bei dieser Veranstaltung keinen barrierefreien Zugang ermöglichen können.

Podium
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George Abungu ist Archäologe aus Kenia und ehemaliger Direktor des National Museums of Kenya und Mitglied der internationalen Experten des Humboldt Forums.
Alfred Hagemann ist Kunsthistoriker und Leiter des Bereichs Geschichte des Ortes der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss.
Vilwanathan Krishnamurthy arbeitet beim Berliner Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten und ist Vorstand der Berliner Sri-Ganesha-Gemeinde in Neukölln, die dort den derzeit größten hinduistischen Tempel Deutschlands baut.
Brigitte Luchesi ist Ethnologin und Religionswissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf hinduistischer Religionsgeschichte und Vorstandsmitglied der Arbeitsgruppe „Religionsästhetik“ der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft.
Sharon Macdonald ist Professorin für Sozialanthropologie am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt Universität zu Berlin und dort Gründerin und Leiterin von CARMAH, Centre for Anthropological Research on Museums and Heritage.
Daniel Morat ist Privatdozent für Geschichte an der Freien Universität Berlin und Kurator des Bereichs Vergnügen in der Berlin Ausstellung im Humboldt Forum von Kulturprojekte Berlin und dem Stadtmuseum Berlin.

Anmeldung
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Wir bitten um verbindliche Online-Anmeldung bis zum 23. Oktober 2018. Aufgrund limitierter Kapazitäten können wir Ihnen einen Sitzplatz nur garantieren, wenn Sie Ihre Karte am Veranstaltungstag bis 18:45 Uhr abholen.

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