Humboldt Forum
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© VG Bild-Kunst, Bonn 2018 / Deutsches Historisches Museum, Berlin / A. Psille
© VG Bild-Kunst, Bonn 2018 / Deutsches Historisches Museum, Berlin / A. Psille

2019 M03 21 19:30

Humboldt Forum Highlights

Auftrag — Kunst — Freiheit

Es ist ein schmaler Grat aus Vorschriften und Regularien, der die Freiheit der Kunst entweder beschneidet oder sie ermöglicht. Ab wann engen Vorschriften ein? Wann schützen Regelwerke die Kunstfreiheit? Wann werden sie zur Zensur? Welche Rolle spielt das jeweilige politische Umfeld? Und was bedeutet dieser schmale Grat heute für die aktuelle und zukünftige Arbeit im Humboldt Forum?

Ausgehend von dem Humboldt Forum Highlight Guten Tag von Wolfang Mattheuer diskutieren drei Künstler, zwei Kuratoren, eine Bundesamtsreferatsleiterin sowie ein Kunstwettbewerbsjurymitglied anhand von drei unterschiedlichen Herangehensweisen über Kunst am Bau, über Auftragskunst in der DDR sowie im zukünftigen Humboldt Forum.

Gespräch 1

Thema des ersten Gesprächs sind Regeln, Freiheiten und Einschränkungen des Wettbewerbs Kunst am Bau im Humboldt Forum. Darüber unterhalten sich die Referatsleiterin Beate Hückelheim-Kaune, die für Kunst am Bau im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) zuständig ist, mit Barbara Steiner, die als Vorsitzende der Jury bei einem der letzten Wettbewerbe im Humboldt Forum beiwohnte und Kang Sunkoo, dessen Entwurf Statue of Limitations den Wettbewerb in der Treppenhalle gewonnen hat.

Gespräch 2

Das Werk Guten Tag von Wolfgang Mattheuer, eines von mehreren Referenzen an den Palast der Republik, steht im Zentrum des zweiten Gesprächs. Dieter M. Weidenbach, Künstler aus der DDR, unterhält sich mit Michael Philipp, Chefkurator im Museum Barberini, über Entstehung und Bedeutung des Werks in der DDR und über die damaligen Freiheiten und Einschränkungen von Kunst und Künstlern.

Gespräch 3

Zum Ende der Veranstaltung erläutert Paul Spies, Direktor des Stadtmuseums Berlin und Chef-Kurator des Landes Berlin im Humboldt Forum, zunächst die Möglichkeiten und Formen von Kooperation und Partizipation in der Berlin Ausstellung. Für die Ausstellung hat er mit seinem kuratorischen Team gleich mehrere Künstler, Fotografen und Urban Artists beauftragt. Für den Ausstellungsbereich Freiraum wurde mit dem Fotografen Arwed Messmer als Kenner von fotografischen Stadtbildern Berlins der ideale Partner gefunden. Die Veranstaltung abschließend geben Spies und Messmer im Gespräch Einblick in ihre Zusammenarbeit.

Rundgänge

Halbstündige Rundgänge durch die ESMT Berlin mit inhaltlichem Bezug zur Geschichte des ehemaligen Staatsratsgebäudes und der in ihm gezeigten Kunst finden um 19:00 und 21:15 Uhr statt. Treffpunkt: Foyer / EG

Podium
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Beate Hückelheim-Kaune leitet als Dipl.-Ing-Architektin das Referat Projektentwicklung, Wettbewerbe, Zuwendungsbau, Landschafts- und Innenarchitektur, Kunst am Bau im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) in Berlin. Unter Ihrer Verantwortung werden die Kunst-am-Bau-Wettbewerbe durchgeführt.

Kang Sunkoo ist Künstler und Architekt in Berlin. Sein Beitrag Statue of Limitations gewann den Kunst-am-Bau-Wettbewerb für die zentrale Treppenhalle des Humboldt Forums. Die Arbeit thematisiert die Erinnerung an die kolonialistische Vergangenheit.

Dr. Barbara Steiner ist Kuratorin und Autorin. Seit 2016 leitet sie das Kunsthaus Graz. Sie publizierte zum Museum, zu Raumkonzepten, zum Verhältnis von Architektur, Design, Kunst und zum Kuratorischen.

Paul Spies gründete und leitete das kunsthistorische Büro D'arts bis er 2009 für das Amt des Direktors im Amsterdamer Stadtmuseum berufen wurde. Seit Februar 2016 ist er Direktor des Stadtmuseums Berlin und Chef-Kurator des Landes Berlin im Humboldt Forum.

Arwed Messmer widmete sich ab Anfang der 1990er-Jahre als dokumentarischer Stadtfotograf den Veränderungen Berlins. Seit 2006 setzt er sich mit Bildsammlungen in öffentlichen Archiven auseinander, die ihre ursprüngliche dokumentarische Funktion verloren haben. Entstanden sind Ausstellungen und Publikationen zur Berliner Mauer und zu den Archiven der Staatssicherheit. 2017 präsentierte er seine jüngsten Arbeiten über den westdeutschen Linksterrorismus und seiner Vorgeschichte in Berlin, aktuell noch bis Juni in London zu sehen.

Dr. Michael Philipp ist Chefkurator am Museum Barberini, dort Kurator (mit Valerie Hortolani) der Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR und der Präsentation Dürfen Kommunisten träumen? Die Galerie im Palast der Republik.

Dieter M. Weidenbach ist Maler und Grafiker in Weimar. Er war Meisterschüler von Willi Sitte. Bis 1985 hat er in der DDR gelebt. Seine Werke, darunter Unterwegs, wurden zuletzt in der Ausstellung Hinter der Maske, Künstler in der DDR im Museum Barberini ausgestellt.

Humboldt Forum Highlights
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Die ersten 15 Highlights des Humboldt Forums werden in zwei Formaten von Oktober 2018 bis Mai 2019 vorgestellt – in einer Ausstellung sowie in Gesprächen an unterschiedlichen Orten in Berlin.

Mehr Informationen ►

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