Humboldt Forum
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[Small Talks] Sprachwissenschaft meets Poetry Slam. Ein Vermittlungsprogramm im Rahmen von „[laut] Die Welt hören"

Pressemitteilung

Berlin, 25. April 2018

Das Humboldt Forum lädt am 24. Mai, 28. Juni und 6. September 2018 zu [Small Talks] ein. An drei Donnerstagen trifft jeweils um 17:30 Uhr in in der Humboldt-Box, Schlossplatz 5, 10178 Berlin, ein Slam Poet auf eine Sprachwissenschaftlerin oder einen Sprachwissenschaftler. In verschiedenen Konstellationen begegnen sich Kilu von Prince, Frank Seifert, Roland Meyer, Bas Böttcher und Florian Werner und stellen dabei überraschende Aspekte der Linguistik vor – und das Publikum redet mit. Der Eintritt ist frei, Anmeldung erforderlich unter events.humboldtforum.com.

Sprachwissenschaften werden im künftigen Humboldt Forum eine starke Rolle spielen. Die beiden bedeutenden Sammlungen des Berliner Phonogramm-Archivs des Ethnologischen Museums sowie des Lautarchivs der Humboldt-Universität (HU), die Ende 2019 im Humboldt Forum zusammenkommen, werden dieses nicht nur um die Dimension des Klangs, sondern auch um die Vielfalt der Sprachen bereichern. [laut] Die Welt hören – eine Ausstellung in der Humboldt-Box mit einem breiten Vermittlungsangebot sowie ein reiches Programm an Veranstaltungen– macht dies bereits jetzt eindrücklich erfahrbar. Und ab Ende Mai auch [Small Talks], ein dynamisches Vermittlungsformat, das an drei After-work-Terminen während rund einer Stunde die Lust an der Sprache und dem Sprechen feiert. Das Gespräch findet direkt in der Ausstellung statt.

In Anknüpfung an die Themen der Ausstellung stellen Slam Poeten Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftlern provokante Fragen zu deren Forschungsgebiet innerhalb der heutigen Sprachwissenschaft. Wie klingen verschiedene Sprachen? Welche Relevanz haben Dialekte? Warum gibt es einerseits so viele Sprachen, andererseits eine Tendenz zur Standardsprache? Was unterscheidet schriftlichen und mündlichen Sprachgebrauch voneinander? Und natürlich auch: Was interessiert den Wissenschaftler, die Wissenschaftlerin und was interessiert den Künstler an Sprache? Nach 30 Minuten öffnet sich der vom Sprachkünstler moderierte Talk für das Publikum. Mit Leidenschaft soll debattiert, gestritten und gelacht werden.

Den ersten Small Talk bestreiten am 24. Mai 2018 Bas Böttcher und die Sprachwissenschaftlerin Kilu von Prince unter dem Titel anders gesagt. Im Fokus der Debatte steht das Spannungsverhältnis von Diversität und Standardisierung der Sprache. Bas Böttcher moderiert auch das zweite Gespräch am 28. Juni 2018 Klang und Tempo, in dem es um lautmalerische Aspekte von Sprache geht. Seinen Fragen stellt sich der Sprachwissenschaftler Frank Seifart. Am dritten Small Talk, Oratur versus Dialekt, vom 6. September 2018 sprechen Florian Werner und der Sprachwissenschaftler Roland Meyer über mündliche und schriftliche Sprache, bedrohte Sprachen und Dialekte.

Kilu von Prince hat Linguistik in Berlin und Beijing studiert und ist heute Sprachwissenschaftlerin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie erforscht bedrohte Sprachen und dokumentiert diese und ist dafür bis nach Ozeanien gereist. Weitere Informationen unter kiluvonprince.de. Frank Seifart hat in Berlin und Bogotá (Kolumbien) Linguistik studiert. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem im Bereich der Sprachkontakte und der Sprachgeschichte. Sein besonderes Interesse gilt den Sprachen am Amazonas. Weitere Informationen unter frankseifart.info. Roland Meyer hat Linguistik in Tübingen studiert. Sein Forschungsschwerpunkt ist west- und ostslawische synchrone Sprachwissenschaft. Sein besonderes Interesse gilt der sorbischen Sprache. Weitere Informationen unter slawistik.hu-berlin.de/de/member/meyerrol. Bas Böttcher hat Mediengestaltung in Weimar studiert und zählt zu den Mitbegründern der deutschsprachigen Spoken-Word-Szene. Seit den 1990ern steht er regelmäßig auf der Bühne. Weitere Informationen unter basboettcher.de. Florian Werner studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik in Tübingen, Berlin und Aberdeen und promovierte mit einer Arbeit über HipHop und Apokalypse. Er ist Schriftsteller, Gastdozent an verschiedenen Hochschulen und arbeitet für den Hörfunk. Weitere Informationen unter florianwerner.net.

Mit dem Humboldt Forum entsteht Ende 2019 ein neues kulturelles Stadtquartier in der Mitte Berlins. Durch das Zusammenführen herausragender Sammlungen mit bedeutenden Exponaten, darunter spirituelle Objekte und Kunstwerke aus Asien, Afrika, Amerika, sowie in vielfältigen Veranstaltungen regt das Humboldt Forum zu neuen Erkenntnissen über die Welt von gestern, heute und morgen an. Akteure im Humboldt Forum sind federführend die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin, die Kulturprojekte Berlin und das Stadtmuseum Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin. Bereits jetzt ist das Humboldt Forum mit einem breiten Programm an Ausstellungen, Diskussionen, Performances, Workshops, Filmen und künstlerischen Interventionen in der ganzen Stadt präsent. 

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Pressekontakt

Michael Mathis
Pressereferent Kommunikation Kultur & Digitales
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