Humboldt Forum
Menü

Prozessionen – Pilger – Paraden. Gespräche über Götter und Menschen in Bewegung

Pressemitteilung

Berlin, 28. September 2018

Das Humboldt Forum lädt am Freitag, dem 26. Oktober 2018, um 19.30 Uhr zu einem Gesprächsabend mit Performance in der babylonischen Prozessionsstraße des Pergamonmuseums, Bodestraße 1-3, 10178 Berlin ein. Ausgehend vom Buckelstier Nandi, einem Prozessionsreittier des Gottes Shiva, aktuell zu Gast im Pergamonmuseum und dereinst im Humboldt Forum zu sehen, sprechen ausgewiesene Expertinnen und Experten über die Bewegung von Menschen und Göttern. Die Veranstaltung beginnt mit einer Eingangsprozession der Künstlerin katrinem, leise Sohlen sind erwünscht. Der Eintritt ist frei.

Besucherinnen und Besucher können sich bis zum bis 25. Oktober 2018 hier anmelden. Medienschaffende bitten wir um verbindliche Akkreditierung bei Michael Mathis, m.mathis@humboldtforum.com.

Gehen, fahren, marschieren – Prozessionen, Pilgerreisen und Paraden vereinen Menschen mit höchst unterschiedlichen Zielen: Die Konzentration stärken, mit Göttern und anderen Menschen in Kontakt treten oder die Kraft einer Gruppe demonstrieren. Entsprechend unterschiedlich sind auch die Objekte, die Menschen dabei mit sich führen. In hinduistischen Prozessionen beispielsweise dienen sogenannte Nandis, aus Holz oder Metall gefertigte, oft prachtvoll geschmückte Prozessionsstiere, als Beförderungsmittel für die Bildnisse des Gottes Shiva.

Ein solcher Nandi wird die Veranstaltungsteilnehmenden am 26. Oktober abends im Pergamonmuseum als Vorbote der Dauerausstellung des Museums für Asiatische Kunst im Humboldt Forum begrüßen. Dem Prozessionsstier werden die Besucherinnen und Besucher gleich zu Veranstaltungsbeginn die Ehre erweisen können. Nach einer Begrüßung von Lutz Martin, Kommissarischer Direktor des Vorderasiatischen Museums, Staatliche Museen zu Berlin, werden sie in einer Performance der Künstlerin katrinem in der babylonischen Prozessionsstraße gemeinsam an ihm vorbeischreiten und den Klang der Museumshalle und den Hall der Objekte auf sich wirken lassen.

Darauf ist der Nandi auch gleich das Thema des ersten Gesprächs. An seinem Beispiel sprechen Vilwanathan Krishnamurty, Vizepräsident des Sri Ganesha Hindu Tempels e.V. und Brigitte Luchesi, Religionswissenschaftlerin und Ethnologin darüber, wie Menschen im Hinduismus heute mit den Göttern Kontakt aufnehmen. Über Museen als neue Pilgerstätten und damit als Begegnungsstätten von Menschen sprechen dann Sharon MacDonald, Sozialanthropologin an Humboldt-Universität zu Berlin, und George Abungu, ehemaliger Direktor des National Museums of Kenya. Das dritte Gespräch schließlich geht der Frage nach, welche Bedeutung die Wahl der Kulissen von Paraden und Demonstrationen für deren nachhaltige Wirkung hat. Darüber sprechen Alfred Hagemann, Leiter des Bereichs Geschichte des Ortes und Daniel Morat, Kurator der Berlin Ausstellung im Humboldt Forum.

Vor Veranstaltungsbeginn und zum informellen Ausklang werden Getränke und Snacks von der Firma eßkultur zum gewohnt günstigen Preis angeboten.

George Abungu ist Archäologe aus Kenia und ehemaliger Direktor des National Museums of Kenya und Mitglied der internationalen Experten des Humboldt Forums. Alfred Hagemann ist Kunsthistoriker und Leiter des Bereichs Geschichte des Ortes der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss. Vilwanathan Krishnamurthy arbeitet beim Berliner Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten und ist Vorstand der Berliner Sri-Ganesha-Gemeinde in Neukölln, die dort den derzeit größten hinduistischen Tempel Deutschlands baut. Brigitte Luchesi ist Ethnologin und Religionswissenschaftlerin mit Schwerpunkt auf hinduistischer Religionsgeschichte und Vorstandsmitglied der Arbeitsgruppe „Religionsästhetik“ der Deutschen Vereinigung für Religionswissenschaft. Sharon Macdonald ist Professorin für Sozialanthropologie am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt Universität zu Berlin und dort Gründerin und Leiterin von CARMAH, Centre for Anthropological Research on Museums and Heritage. Daniel Morat ist Privatdozent für Geschichte an der Freien Universität Berlin und Kurator des Bereichs Vergnügen in der Berlin Ausstellung im Humboldt Forum von Kulturprojekte Berlin und dem Stadtmuseum Berlin.

Mit dem Humboldt Forum entsteht Ende 2019 ein neues kulturelles Stadtquartier in der Mitte Berlins. Akteure sind die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) mit dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB), die Kulturprojekte Berlin und das Stadtmuseum Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und federführend die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss. Bereits jetzt ist das Humboldt Forum mit einem vielfältigen Programm aus Ausstellungen, Diskussionen, Performances, Workshops, Filmen und künstlerischen Interventionen präsent.

Datum Freitag, 26. Oktober 2018
Zeit 19:30 Uhr
Sprachen
Block 1: deutsch
Block 2: englisch mit Übersetzung ins Deutsche über Kopfhörer
Block 3: deutsch
Ort Pergamonmuseum, Bodestraße 1-3, 10178 Berlin
Eintritt frei, Anmeldung bis zum 25. Oktober 2018 unter hier

Begrüßung Lutz Martin, Staatliche Museen zu Berlin, Vorderasiatisches Museum
Eingangsprozession mit katrinem. Damit die Performance der Künstlerin ihre klangliche Einzigartigkeit entfalten kann, bitten wir darum, Schuhe mit leisen Sohlen zu tragen.

Prozession Block 1 Brigitte Luchesi und Vilwanathan Krishnamurthy
Pilgern Block 2 Sharon MacDonald und George Abungu
Parade Block 3 Daniel Morat und Alfred Hagemann

Getränke / Snacks zum gewohnt günstigen Preis von eßkultur

Veranstalter Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss

Download

Download der Pressemitteilung als PDF

Pressekontakt

Michael Mathis
Pressereferent Kommunikation Kultur & Digitales
Humboldt Forum Kultur GmbH
+49 151 1617 97 27, E-Mail schreiben