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Der nächste Staat – Rethinking State. Zukunftsweisendes Symposium im Berliner Kronprinzenpalais

Pressemitteilung

Berlin, 23. April 2018

Am Samstag, 21.April, und Sonntag, 22. April 2018, fand im Berliner Kronprinzenpalais das Symposium Der nächste Staat – Rethinking State statt. Rund 140 Vertreterinnen und Vertreter aus Zivilgesellschaft, Kultur, Aktivismus und Wissenschaft erarbeiteten in der Veranstaltung der Reihe Welche Zukunft?!, einer Koproduktion des Deutschen Theaters und der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, neue Modelle von Arbeit und Lohn, Governance und Partizipation.

Reflexion ist Voraussetzung für Erkenntnis! Ziel muss es sein, mit neuen "think tanks" neue "mind maps for world citizens" zu gestalten! In diesen neuen geistigen Weltkarten wird es kein "Mittelmeer" mehr geben.
Neil MacGregor, Leiter der Gründungsintendanz des Humboldt Forums

Haben wir trotz Digitalisierung das Potential zur Vollbeschäftigung? Sollten die, die arbeiten wollen, nicht auch künftig arbeiten können? Braucht es ein solidarisches Grundeinkommen? Und wofür ist der Staat eigentlich da?

Diese Fragen waren es, die sich im vergangenen Herbst in der ersten Veranstaltung von Welche Zukunft?!, einem Labor im Deutschen Theater, herauskristallisiert hatten und die nun vor dem Hintergrund sich durch Globalisierung und digitale Revolution verändernder wirtschaftlicher Systeme im Symposium untersucht wurden. “Die erarbeiteten unterschiedlichen Modelle wurden in einem Prozess des Zuhörens als ein Angebot verschiedener Möglichkeiten präsentiert, das hat die Leute erreicht“, so Autor, Film- und Theaterregisseur Andres Veiel, der Welche Zukunft?! gemeinsam mit der Autorin Jutta Doberstein initiiert hat. „Und in diesem Spirit eines gemeinsamen Denkens und in der physischen Begegnung hat sich eine besonders Kraft entwickelt. Der altmodische Begriff der Aufklärung macht plötzlich wieder Sinn. In gemeinsamer Arbeit konnte Licht in einen komplexen, undurchsichtigen Prozess gebracht werden, neue Formen von Arbeit in der Zukunft wurden überprüft und auch der Staatsbegriff rückte in den Fokus der Betrachtungen. Klar wurde am Symposium aber auch, dass wir selber dafür sorgen müssen, dass Institutionen, wie beispielsweise die Europäische Zentralbank (EZB) oder die Euro-Gruppe, wieder unter demokratische Kontrolle gebracht werden. Dies kann nicht an die Politiker delegiert werden“, so Veiel.

Die Ergebnisse des Labors und des Symposiums werden nun in einem großen Archiv den Teilnehmenden und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und fließen in einer künstlerischen Übersetzung in das Theaterstück # Let them eat money ein, das am 28. September 2018 am Deutschen Theater uraufgeführt wird.

Welche Zukunft?! startete im September 2017 mit einem Labor im Deutschen Theater Berlin. Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und ca. 250 Teilnehmende erarbeiteten gemeinsam ein fiktionales, aber faktengestütztes (Krisen)-Szenario für die nächsten zehn Jahre. Der nächste Staat – Rethinking State, war nun der zweite Teil. Themen und Ergebnisse von Labor und Symposium fließen in einem dritten Schritt in ein Theaterstück ein, das am 28. September 2018 am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt wird. Nach der Eröffnung des Humboldt Forums im Berliner Schloss ist in diesem eine Abschlusskonferenz geplant.

Mit dem Humboldt Forum entsteht Ende 2019 ein neues kulturelles Stadtquartier in der Mitte Berlins. Akteure sind die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) mit dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin, die Kulturprojekte Berlin und das Stadtmuseum Berlin, die Humboldt-Universität zu Berlin und federführend die Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss. Anhand einer einzigartigen Konzentration an Alltagsgegenständen, spirituellen Objekten und Kunstwerken und in Verknüpfung von Wissenschaft und Kunst eröffnen diese im rekonstruierten Berliner Schloss neue Sichtweisen auf aktuelle Themen wie Kultur und Natur, Politik und Religion, Forschung und Geschichte. Bereits jetzt ist das Humboldt Forum mit einem vielfältigen Programm aus Ausstellungen, Diskussionen, Performances, Workshops, Filmen und künstlerischen Interventionen in der ganzen Stadt präsent.

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Pressekontakt

Michael Mathis
Pressereferent Kommunikation Kultur & Digitales
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