Humboldt Forum
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© Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, digitale Reproduktion: Jester Blank GbR
Kazike

2018 M10 22 - 2019 M05 25

Humboldt Forum Highlights auf der Museumsinsel

Museumsinsel Berlin

Pergamonmuseum, Altes Museum und Neues Museum

Einige der Humboldt Forum Highlights sind bereits an prominenten Orten der Museumsinsel und des Kulturforums anzutreffen. An insgesamt acht Standorten der gastgebenden Ausstellungshäusern – Gemäldegalerie, Neues Museum, Altes Museum und Pergamonmuseum – präsentieren die Staatlichen Museen zu Berlin ihre Vorboten für das Humboldt Forum aus dem Ethnologischen Museum und dem Museum für Asiatische Kunst.

Welchen Stellenwert hatten diese Exponate für die Menschen, die sie begleitet und geprägt haben? Was bedeuten sie uns heute? Manche Objekte gewähren uns dank ihrer vielschichtigen Biographie Einblicke in komplexe kulturgeschichtliche Zusammenhänge, andere geben Rätsel auf. Die Erzählungen quer durch die Kultur-, Sammlungs- und Naturgeschichte werden nicht alle Fragen beantworten. Sie laden jedoch dazu ein, neue Perspektiven kennenzulernen und geben schon jetzt Einblicke in die künftigen Dauerausstellungen im Humboldt Forum.

Nandi

Pergamonmuseum

Nandi
Shivas Reittier, 19. Jahrhundert
Als würde es einen Laufsteg entlangschreiten – so elegant kommt dieses fast lebensgroße Zeburind daher. Dieses Prachtexemplar ist nicht irgendein Buckelrind, sondern diente einst in einem Hindutempel Südindiens dem Gott Shiva als Reittier. Bei großen Tempelfesten wurde ein mit Seidenkleidern und Blumen prachtvoll geschmücktes Bronzebild des Gottes auf den Rücken des Holzstiers montiert und mit großem Aufwand in feierlicher Prozession um den Tempel herum gefahren.

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Vishnu

Altes Museum

Vishnu
8./9. Jahrhundert
Vishnu ist ein wichtiger Gott des Hinduismus. Er gilt als Erhalter. Wenn die Welt aus den Fugen gerät, verkörpert er sich und greift rettend ein. Aufrecht und majestätisch zeigt er sich hier, sein Gesicht ist von stiller Schönheit. Vier Arme künden von seiner göttlichen Natur: Die rechte untere Hand signalisiert Schutz, in den hinteren oberen Händen hält er als Waffe eine Wurfscheibe, als Ritualtrompete ein Muschelhorn. Eine so große und vollständige indische Götterfigur ist in westlichen Sammlungen relativ selten. Dank der Festigkeit des Materials Granit ist dieser Vishnu makellos erhalten.

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Sope
Maya Krieger
Barrigón
Cuauhcoatl
Kazike

Neues Museum

Sope
Figur einer Gottheit, vor 1877
Die lebensgroße Holzfigur des Gottes Sope wirkt rätselhaft – schlicht, gesichtslos und zugleich von starker Ausstrahlungskraft erinnert sie an ein modernes Kunstwerk. Ursprünglich stand sie in einem Tempel in Nukuoro, einer polynesischen Exklave in Mikronesien. Während der monatelangen Erntezeit wurde sie ebenso wie weitere Figuren mit Blumen geschmückt, erhielt Früchte und andere Nahrungsmittel als Opfergaben. Der Sammler Johann Stanislaw Kubary hatte die Figur der Gottheit Sope 1877 erworben und nach Deutschland gebracht. Weltweit gibt es nur noch einige dieser Figuren – allesamt Relikte einer vergangenen Kultur.

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Cuauhcoatl (Adlerschlange)
1325–1521
Schlange und Adler sind in vielen Kulturen Tiere mit hohem Symbolcharakter. In Mexiko sind sie sogar auf der Landesflagge verewigt. Auf geheimnisvolle Weise kamen sie bei den Azteken im mythischen Mischwesen Cuauhcoatl zusammen. Die gefiederte Klapperschlange mit dem Schnabel eines Königsadlers ist ausgesprochen gut erhalten und so filigran verarbeitet, dass man jede Feder erkennen kann. Der Legende nach sollten sich die Azteken, die auf der Suche nach einer neuen Heimat waren, dort niederlassen, wo sie einen Adler auf einem Kaktus landen sehen. Der Ort, an dem dies geschah, heißt heute Mexiko-Stadt.

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Maya Krieger
700–900
Kakao galt bei den Maya als das Blut des Maisgottes. Nur die Mächtigsten erhielten ihn als göttliches Lebenselixier. Auch die für den Kakao vorgesehenen Gefäße waren symbolisch aufgeladen. Diese Vase aus Guatemala etwa, auf deren Oberfläche sich ein wildes Kriegsgeschehen entfaltet, dokumentiert Triumph und Niederlage mächtiger Maya-Krieger. Die detailreiche, cineastisch wirkende Darstellung und die einzigartige künstlerische Qualität geben uns einen Einblick in die faszinierende Kulturgeschichte der Maya.

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Kazike der Quimbaya
500–700
Dieses kunstvoll gefertigte Beispiel der herausragenden Goldschmiedekunst der Quimbaya im heutigen Kolumbien zeigt vermutlich einen Priesterfürsten. Die Figur diente als Gefäß für Muschelkalk, der bis heute für das Kauen von Cocablättern benötigt wird. Denn für die stimulierende Wirkung sorgen Alkaloide, die sich erst durch die Zugabe von Kalk aus den Blättern lösen.

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Barrigón
500–300 v.Chr.
Still, in sich ruhend und trotz der geschlossenen Augen erstaunlich präsent; ganz so, als wolle er sagen: „Ich bin sowieso da.“ Barrigón – „kleiner Dicker“, wie solche dickbäuchigen Figuren genannt werden, – gibt uns Rätsel auf. Er führt uns in eine frühe Besiedlungsphase Mittelamerikas; in eine Zeit, über die wir aufgrund fehlender Schriftstücke nicht viel wissen. Möglicherweise stellt der 800 Kilogramm schwere Geröllblock aus dem Küstentiefland Guatemalas eine Gottheit dar. Doch welche Bedeutung der kleine Dicke genau hatte, bleibt bis heute ungeklärt. Er selbst schweigt dazu.

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Weitere Informationen zu den Ausstellungen finden Sie auch auf der Website der Staatlichen Museen zu Berlin.

Eintritt
+


Einzelmuseen
Altes Museum: 10 EUR, ermäßigt 5 EUR
Neues Museum: 12 EUR, ermäßigt 6 EUR
Pergamonmuseum: 12 EUR, ermäßigt 6 EUR
Tickets

Alle Ausstellungen auf der Museumsinsel
18 EUR, ermäßigt 9 EUR
Tickets

Jahreskarte Staatliche Museen zu Berlin
ab 25 EUR
Tickets

Museumspass Berlin 3-Tage-Karte
29 EUR, ermäßigt 14,50 EUR
Tickets

Öffnungszeiten
+


Neues Museum
Täglich: 10–18 Uhr
Donnerstag: 10–20 Uhr
Mehr Infromationen

Pergamonmuseum
Täglich: 10–18 Uhr
Donnerstag: 10–20 Uhr
Mehr Infromationen

Altes Museum
Montag: gesschlossen
Dienstag–Mittwoch und Freitag–Sonntag: 10–18 Uhr
Donnerstag: 10–20 Uhr
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Humboldt Forum Highlights
+


Die ersten 15 Highlights des Humboldt Forums werden in zwei Formaten von Oktober 2018 bis Mai 2019 vorgestellt – in einer Ausstellung sowie in Gesprächen an unterschiedlichen Orten in Berlin.

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