Internationales Expertenteam

Ein internationales Netzwerk von Wissenschaftlern und Museumsexperten wird die Gründungsintendanz unterstützen und könnte später zu einem Wissenschaftlichen Beirat für das Humboldt Forum werden. Im engen Austausch mit allen Akteuren im Humboldt Forum sollen damit die Ausrichtung und das Zusammenspiel der Sammlungen und Ideen sowie strukturelle Aspekte gebündelt und noch weiter vorangebracht werden.

George Abungu George Abungu
„Mich begeistert, sich mit Menschen und Gesellschaften zu beschäftigen, verschiedenen Stimmen zuzuhören, all das zu verstehen… die Interaktion mit Menschen, egal ob Sie meiner oder anderer Meinung sind, ist mir sehr wichtig.“

George Abungu ist Archäologe aus Kenia und ehemaliger Direktor des National Museums of Kenya. Er setzte sich als Chairman des International Standing Committee on the Traffic of Illicit Antiquities (Internationales Kommitee für den Handel von illegalen Antiquitäten) dafür ein, illegalen Kunsthandel zu unterbinden und gestohlene kenianische Artefakte nach Kenia rückzuführen. Seit 2002 ist er Inhaber und Generaldirektor von Okello Abungu Heritage Consultants. Foto: Peter Pulkowski

Rita Eder Rita Eder
„Forschungs- und Ausstellungsprojekte gemeinsam mit Studierenden und Experten aus verschiedenen Fachrichtungen zu organisieren ist das, was mich in meiner am meisten Arbeit inspiriert.“

Rita Eder ist Kunsthistorikerin aus Mexiko und u.a. Vizepräsidentin des Internationalen Komitees für Kunstgeschichte. Als Direktorin des Kunsthistorischen Instituts an der Universidad Nacional Autónoma de Méxiko (UNAM) bemüht sich Rita Eder um die Internationalisierung und Aktualisierung der kunsthistorischen Forschung.

Jyotindra Jain Jyotindra Jain
„Es begeistert mich, Kritik an gängigen hegemonialen Kultur-Kategorien der akademischen und kuratorischen Praktiken südasiatischer Kunst zu üben, um alternative Zusammenhänge aus zeitgenössischer Sicht zu untersuchen.“

Jyotindra Jain ist Kunst- und Kulturhistoriker aus Indien und ehemaliger Direktor des National Crafts Museums New Dehli. Er engagiert sich gegen Unterscheidungen wie „Kunst“ und „Handwerk“, „Tradition“ und „Modernität“ und der Unterscheidung zwischen „Hochkultur“ und „Populärkultur“. Foto: Barbara Herrenkind

Lee Chor-Lin Lee Chor-Lin
„Der grenzenlose ästhetische Genuss, sogar der einfachsten und kleinsten Dinge, begeistert mich an meiner Arbeit.“

Lee Chor-Lin ist Historikerin aus Singapur und Expertin für asiatische Kunst. Als ehemalige Direktorin des National Museum of Singapore und ehemalige CEO des Art House Limited Singapore versucht Lee Chor-Lin mit ihren vielseitigen und teilweise experimentellen Kunstprojekten ein möglichst breites Publikum anzusprechen.

Natalia Majluf Natalia Majluf
„Das Nachdenken über den öffentlichen Raum mittels verschiedener Sammlungen, ist was mich antreibt.“

Natalia Majluf ist Kunsthistorikerin aus Peru. In ihrer Fuktion als Direktorin des Museo de Arte de Lima setzt sie sich dafür ein, dass alle Bevölkerungsschichten an dem kulturellen Erbe ihres Landes teilhaben. Das Museum hat für sie einen Bildungsauftrag und ist fundamental für die Entwicklung junger Menschen.

Nazan Ölçer Nazan Ölçer
„Ich war immer motiviert von dem Gedanken, Ausstellungen zu machen, die ein breites Gesellschaftsspektrum, verschiedene Altersgruppen und soziale Schichten erreichen; Ausstellungen die sowohl kraftvoll sind als auch Veränderungen anstoßen.“

Nazan Ölçer ist Ethnologin aus der Türkei und seit 2003 Präsidentin des Sakıp Sabancı Museums in Istanbul. Sie blickt auf eine lange Amtszeit als Museumsdirektorin zurück, in der sie sich mit großem Enthusiasmus für eine Verbindung zwischen Orient und Okzident verdient gemacht hat.

Wei Hu Wei Hu
„In meiner Arbeit ist es mir vor allem wichtig, sowohl die Einzigartigkeit chinesischer Kunst als auch ihre Verbindung zu einem breiten, globalen Kontext zu zeigen.“

Chinesischer Kunsthistoriker und Künstler, der wissenschaftliche Forschung mit künstlerischem Ausdruck verbindet. In seiner Kunst sucht er den Brückenschlag in die Vergangenheit und ist bekannt für Naturdarstellungen in sanften Farben. Wei Hu ist Professor für Kunsttheorie und chinesische Kunstgeschichte an der Tongji Universität in Shanghai.

Anthony Appiah Anthony Appiah
„Vieles, was wir an der Kunst schätzen, ist nicht grundlegend nationalen Charakters: In Paris wurde der spanische Maler Picasso von einer Vili-Maske aus dem Kongo inspiriert, die ihm im Hause der Amerikanerin Gertrude Stein gezeigt wurde. Diese Zirkulation ist essentiell für das Leben der Kunst – der Künste –, die uns wichtig sind. Das gilt natürlich auch für die Literatur.“

Kwame Anthony Appiah ist Professor für Philosophie und Recht an der New York University (NYU). Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören Afrikanische und Afro-Amerikanische Geistesgeschichte, Ethik, politische Philosophie und Kulturtheorie. Er hat in Yale, Cornell, Duke und Harvard und an anderen Universitäten weltweit unterrichtet. Im Januar 2014 erhielt er den Ruf an die School of Law der NYU. Er unterrichtet in New York, Abu Dhabi und an anderen globalen Zentren der NYU.