Blick in das Foyer von oben

Was ist das Humboldt Forum?

Mit dem Humboldt Forum entsteht ein neues kulturelles Stadtquartier in der Mitte der Stadt. Es steht für eine Herangehensweise, die unterschiedliche Kulturen und Perspektiven zusammenführt und nach neuen Erkenntnissen zu aktuellen Themen wie Migration, Religion und Globalisierung sucht.

Schon jetzt lädt das Humboldt Forum mit einem Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm dazu ein, die Welt als Ganzes zu erleben. Die Besucher erwartet eine Serie aus Ausstellungen, Filmen und Gesprächen mit Menschen aus Wissenschaft und Kunst, Publizistik, Religion, Politik und Wirtschaft zu brennenden Fragen der Zeit. Ob in der Humboldt-Box oder an unerwarteten Orten in der Stadt: Das Humboldt Forum schafft Räume für Begegnung und Austausch.

Welt entdecken

Ab 2019 sind Dauerausstellungen im Humboldt Forum zu sehen: das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst (Stiftung Preußischer Kulturbesitz – Staatliche Museen zu Berlin), die Berlin-Ausstellung (Kulturprojekte Berlin und Stadtmuseum Berlin) und das Humboldt Labor (Humboldt-Universität zu Berlin). Mit den Sammlungen der benachbarten Museumsinsel verbinden sie sich zu einer einzigartigen Konzentration an Objekten und Kunstwerken. In wechselnden Sonderausstellungen werden wir im Humboldt Forum mit weiteren Institutionen zusammenarbeiten.

Museen
Humboldt-Lab
Berlin-Ausstellung

Das Prinzip Kunstkammer

Mit dem Humboldt Forum werden die Visionen der ehemaligen Berliner Kunstkammer im Berliner Schloss wieder spürbar – als ein Ort der Welterkundung und der fruchtbaren Verbindung von Kunst und Wissenschaft. Im 16. Jahrhundert entstanden an vielen europäischen Fürstenhöfen sogenannte Kunst- und Wunderkammern. Ihr Anspruch lag darin, alle Elemente der Welt im Mikrokosmos einer Sammlung zu vereinen. Aus den Bereichen Natur (Naturalia), Wissenschaft (Naturalia) und Kunst (Artificialia) wurden Objekte aus der eigenen und aus anderen Kulturen geordnet, aber auch frei arrangiert und benutzt.

Auch im Berliner Stadtschloss füllten einheimische wie nicht-europäische Objekte aus Natur und Kunst, Wissenschaft und Geschichte mehrere Räume. Ihre Besucher sollten die gesamte Welt durch das Betrachten, Ordnen oder Ausprobieren der unterschiedlichen Sammlungsgegenstände ergründen können. Die Sammlung war Archiv und Denkraum zugleich. Grundlegend ist Gottfried Wilhelm Leibniz Konzept eines Wissenstheaters, das er mit Blick auf die Kunstkammer des Berliner Schlosses entwarf. Für ihn barg die Kunstkammer mit ihrem Laborcharakter geradezu utopische Möglichkeiten für die Produktion und Vermittlung von Wissen. Im 19. Jahrhundert gingen die Kunstkammern in Museen oder Universitätssammlungen auf.

Geschichte erfahren

Auch die vielschichtigen Vorgeschichten des Ortes sind ein essenzieller Bestandteil des Humboldt Forums: Preußenschloss, Aufmarschplatz, Palast der Republik, grüne Wiese – an kaum einer anderen Stelle in Berlin haben sich in den letzten Jahrhunderten gesellschaftliche, städtebauliche, politische und kulturelle Entwicklungen so verdichtet wie auf dem Schlossplatz.

Museum des Ortes

Vielfalt erleben

Das rein Materielle der einzelnen Ausstellungsobjekte wird zudem durch performative Aspekte wie Tanz, Film, Literatur, Musik und Theater ergänzt. Darin unterscheidet sich das Humboldt Forum von herkömmlichen musealen Einrichtungen. Und diese verflechtende, Grenzen überwindende Arbeitsweise ganz im humboldtʼschen Sinne beginnt bereits jetzt.

Unterstützen Sie das 
Humboldt Forum im Berliner Schloss

Wir freuen uns über Ihre Spende zur Rekonstruktion der barocken Fassaden, damit Berlin mit dem neuen Schloss seine historische Mitte zurückbekommt.